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Kapitel 1 - Zum blinden Vagabund Miranda riss die Augen weit auf, als sie aus ihrem Traum erwachte. Schweißperlen benetzten ihre Stirn und in ihrem Gesicht stand ein undeutbarer Schrecken geschrieben, wärend sie noch wie im Schockzustand an die Decke starrte. Der Ruf einer Eule, welche sich unweit vom geöffneten Fenster befinden musste, riss Miranda in die Realität zurück und sie schreckte kurz auf. Ihre Füße fanden trotz der Dunkelheit ohne Probleme in die Holzgalloschen, welche sie immer säuberlich vorm Bett postierte. Sie erhob sich und ging so leise sie konnte in Richtung des geöffneten Fensters, durch das eine kühle Brise ins Zimmer drang. Die Nacht war sternenklar, doch der Mond war grade erst wieder dabei zuzunehmen und leuchtete nur schwach. Sie stützte sich mit dem Ellenbogen auf dem Fensterbrett auf und blickte in Gedanken |
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versunken in die Nacht. Die Eule, welche sie zuvor gehört hatte, saß neugierig in einem Baum seitlich von Miranda und musterte sie mit großen Augen. "Ob die Sterne auch einsam sind?" fragte sie sich leise vor sich hin sprechend. "Es sind zwar soviele andere Sterne um sie herum, aber doch sind sie sich nicht nah." Eine Spur von Wehmut mischte sich in ihren Blick. "Ob Großmutter Lyani irgendwo da draußen ist und auch grade in den Himmel guckt?" Sie seufzte leise. "Es wäre so schön zu wissen, dass jemand an einen denkt." An diesem Gedanken hielt sie ein paar Minuten fest, bevor sie sich langsam wieder aufrichtete und zurück zum Bett ging um wenigstens noch ein Bisschen Schlaf zu finden vor einem erneuten harten Tag. Weshalb war sie eigentlich erwacht? Ja richtig, sie hatte einen Albtraum gehabt, jedoch konnte sie sich nicht mehr entsinnen, was sie so aufschrecken ließ.
Der Tag begann wie gewöhnlich noch vor dem ersten Hahnenschrei. Die Zimmer mussten geputzt werden, der Boden musste geschrubbt |